Purli & Madlen: Zuhause ist, wo wir gemeinsam sind
Eigentlich reist Madlen nach Kreta, um zu arbeiten. Dass sie von dort mit einem neuen Familienmitglied zurückkehren würde, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Hunde begleiten Madlen schon fast ihr ganzes Leben. Seit sie in der vierten Klasse ist, gehören sie zu ihrem Alltag. Als ihr letzter Hund stirbt, braucht sie jedoch Zeit. Der Abschied sitzt tief und der Wunsch nach einem neuen Begleiter darf erst langsam wieder wachsen.
Die entscheidende Begegnung wartet schliesslich auf Kreta.

Madlen arbeitet in einem Hotel und denkt irgendwann darüber nach, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren. Doch der Seminarhausleiter hat eine andere Idee: Warum gibt sie nicht Purli, dem zweijährigen Hotelhund, eine Chance?
Purli lebt im und rund um das Seminarhotel und geniesst dort viele Freiheiten. Gleichzeitig ist dort immer etwas los und viele verschiedene Menschen kümmern sich um ihn. Eine feste Bezugsperson hat er nicht. Mal ist er alleine, manchmal wird er angebunden. Und wenn ihm der Trubel zu viel wird, zieht er sich zurück und verkriecht sich auch einmal unter einem Möbelstück.
Madlen hatte sich eigentlich eine Hündin vorgestellt, am liebsten einen Staffordshire Terrier. Doch dann kommt Purli für ein paar Tage probeweise zu ihr.
Die beiden sind mit dem E-Roller an der Küste unterwegs, verbringen Zeit am Strand und lernen sich kennen. Und sehr schnell wird klar: Die zwei passen perfekt zusammen!

Von Kreta in die Schweiz und wieder zurück
Bis Purli tatsächlich mit Madlen reisen kann, braucht es noch einiges. Tierarztbesuche, Impfpass, Chip und eine passende Transportbox müssen organisiert werden. Dann ist es so weit: Madlen und Purli reisen gemeinsam in die Schweiz.
Doch damit beginnt nicht etwa ein sesshaftes Leben. Madlen ist reiselustig, liebt die Natur und das Abenteuer. In der Schweiz kauft sie sich ein kleines Büssli und schon bald machen sich die beiden gemeinsam wieder auf den Weg nach Griechenland.

Purli macht dieses Leben problemlos mit. Auch er ist gerne draussen, liebt es, Zeit in der Natur zu verbringen und begleitet Madlen auf ihren Reisen. Beide sind mittlerweile reiseerprobt und ein eingespieltes Reise-Duo.
Ein Abenteurer, der erst lernen muss, sich zu orientieren
Purli ist ein Draussen-Hund durch und durch. Im Garten liegen, die Sonne geniessen, unterwegs sein und neue Orte entdecken, das passt zu ihm.
Auch sportlich haben die beiden noch Pläne: Madlen möchte mit Purli ins Agility einsteigen.
Dafür möchte sie zunächst eine gute Basis im Grundgehorsam schaffen. Und so führt ihr Weg zu uns, zu Eibu Dogs.
Schon bald zeigt sich, dass es nicht einfach darum geht, Purli verschiedene Signale beizubringen. Eine der grössten Herausforderungen liegt in der Orientierung und der Bindung zwischen den beiden.
Purli hat lange ein sehr selbstständiges Leben geführt. Sich an einem Menschen zu orientieren, auf dessen Signale zu achten und auch in spannenden Situationen ansprechbar zu bleiben, muss er erst lernen.
Und gleichzeitig muss auch Madlen lernen, Purli zu lesen, ihm klare Signale zu geben und zunehmend darauf zu vertrauen, dass ihre gemeinsame Kommunikation funktioniert.

Aus zwei Abenteurern wird ein Team
Mit vielen spielerischen Übungen arbeiten die beiden an ihrer Verbindung. Impulskontrolle, Warten, verschiedene Signale und immer wieder der Rückruf gehören dazu. Auch das Futterbeuteltraining und die Fährtenarbeit bieten ihnen Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu tun und Purli sinnvoll auszulasten.
Und mit der Zeit zeigt sich eine schöne Veränderung. Purli orientiert sich immer häufiger an Madlen. Er schaut zu ihr, wartet auf ihre Signale und lässt sich auch in unterschiedlichen Situationen besser führen. Vieles, was anfangs noch etwas chaotisch war, wird ruhiger und klarer.
Gleichzeitig wächst Madlens Vertrauen in ihn. Sie kennt Purli inzwischen viel besser und kann sein Verhalten in verschiedenen Situationen zunehmend einschätzen. Aus dem Zusammenleben entsteht immer mehr echtes Teamwork.
Genau diese Entwicklung freut uns bei Eibu Dogs besonders. Denn eine gute Mensch Hund Beziehung zeigt sich für uns nicht darin, dass ein Hund einfach nur Kommandos ausführt. Viel wichtiger ist, dass beide lernen, miteinander zu kommunizieren, einander zu verstehen und sich gegenseitig zu vertrauen.
Zwei, die das Unterwegssein lieben
Vielleicht hätte Madlen sich ihren nächsten Hund früher ganz anders vorgestellt. Und wahrscheinlich hätte sie damals auch nicht gedacht, dass ausgerechnet ein Hotelhund auf Kreta einmal an ihrer Seite durch verschiedene Länder reisen würde.

Doch Purli passt perfekt zu ihrem Leben. Beide lieben die Natur, sind gerne unterwegs und fühlen sich auf Reisen genauso wohl wie bei einem ruhigen Tag draussen. Purli ist unkompliziert, reiseerprobt und für fast jedes Abenteuer zu haben.
Auch für Madlen ist heute klar: Sie würde jederzeit wieder einem Tierschutzhund ein Zuhause geben.
Ob ihre gemeinsame Zukunft in der Schweiz, in Griechenland oder irgendwo dazwischen liegt, wissen die beiden heute noch nicht. Und das muss auch noch nicht entschieden sein.
Denn wo auch immer es als Nächstes hingeht: Madlen und Purli sind längst zu einem Team geworden, das gemeinsam durchs Leben reist.
